SEO und GEO

Was ist GEO? Generative Engine Optimization für KMU erklärt

Immer mehr Menschen fragen ChatGPT, Perplexity oder Google, statt selbst zu suchen. Generative Engine Optimization sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen in diesen Antworten vorkommt. Hier erfahren Sie, wie das funktioniert und was Sie konkret tun können.

Leotrim SallahajLeotrim Sallahaj · Inhaber von LEOSAAktualisiert am 10. Oktober 20266 Min. Lesezeit

Kurz beantwortet

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint sind alle Massnahmen, mit denen ein Unternehmen in Antworten von KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder Googles AI Overviews genannt und verlinkt wird. Grundlage sind gute SEO, klare Antworten auf Kundenfragen, überprüfbare Fakten, einheitliche Firmenangaben und Vertrauen durch Bewertungen und Erwähnungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • GEO macht Ihr Unternehmen in Antworten von ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews sichtbar.
  • ChatGPT hatte im Februar 2026 über 900 Millionen Nutzer pro Woche, Googles AI Overviews über 2,5 Milliarden pro Monat.
  • In einer Studie aus Princeton steigerten Quellenangaben, Zitate und Statistiken die Sichtbarkeit in KI-Antworten um bis zu 40 Prozent.
  • Keyword-Stuffing wirkt bei KI-Antworten nicht, es schadet sogar.
  • Laut Google braucht es für AI Overviews keine speziellen Dateien oder Markups, sondern gute SEO-Grundlagen.

Was GEO bedeutet

Generative Engine Optimization, kurz GEO, bezeichnet die Optimierung von Inhalten für generative Suchsysteme. Das sind Dienste, die eine Frage nicht mit einer Liste von Links beantworten, sondern mit einem zusammengefassten Text, oft mit Quellenangaben.

Der Begriff stammt aus einer Studie von Forschenden der Princeton University und des IIT Delhi, die 2023 veröffentlicht und 2024 an der Konferenz KDD vorgestellt wurde. Sie untersuchte erstmals systematisch, welche Inhalte in KI-Antworten häufiger vorkommen.

Wichtig

GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google gut gefunden wird, hat auch bessere Chancen, in KI-Antworten genannt zu werden. GEO ergänzt SEO um Inhalte, die sich leicht zitieren lassen.

Warum GEO für KMU wichtig wird

KI-Assistenten werden schnell zur Anlaufstelle für Fragen, die früher bei Google landeten: «Welcher Elektriker in Winterthur ist zuverlässig?» oder «Was kostet eine Website?».

DienstNutzungQuelle und Stand
ChatGPTüber 900 Millionen Nutzer pro WocheOpenAI, Februar 2026
Google AI Overviewsüber 2,5 Milliarden Nutzer pro MonatGoogle, Mai 2026
Google AI Modeüber 1 Milliarde Nutzer pro MonatGoogle, Juli 2026

Das verändert das Klickverhalten. Eine Untersuchung von Pew Research in den USA zeigte 2025: Erscheint eine KI-Zusammenfassung, klicken Nutzer nur in 8 Prozent der Fälle auf ein klassisches Suchergebnis, ohne Zusammenfassung in 15 Prozent. Wer in der Zusammenfassung genannt wird, ist deshalb klar im Vorteil.

Gleichzeitig haben laut KMU Digital Pulse 2026 58 Prozent der Schweizer KMU noch nie geprüft, was KI-Tools über ihr Unternehmen sagen.

Wie KI-Assistenten ihre Antworten zusammenstellen

Generative Suchsysteme kombinieren ein Sprachmodell mit einer Suche im Web. Google beschreibt für AI Overviews und AI Mode ein Verfahren namens «query fan-out»: Aus einer Frage werden mehrere verwandte Suchen über Unterthemen und Quellen, deren Ergebnisse zu einer Antwort zusammengefasst werden.

Damit Ihre Inhalte überhaupt in Frage kommen, müssen die Crawler der Anbieter Ihre Website lesen dürfen:

CrawlerAnbieterWofür er zuständig ist
GooglebotGoogleGoogle-Suche, AI Overviews und AI Mode
OAI-SearchBotOpenAIAnzeige und Verlinkung in der ChatGPT-Suche
GPTBotOpenAITrainingsdaten für KI-Modelle
PerplexityBotPerplexityAnzeige und Verlinkung in Perplexity

Sperren Sie in der robots.txt den OAI-SearchBot, erscheint Ihre Website laut OpenAI nicht in Suchantworten von ChatGPT. Die Einstellung «Google-Extended» betrifft nur das Training von Gemini und nicht, ob Sie in AI Overviews erscheinen.

Was die Forschung zeigt

Die Princeton-Studie testete neun Methoden, Inhalte für KI-Antworten zu optimieren. Am besten wirkten Methoden, die Inhalte überprüfbarer und zitierfähiger machen:

Quelle: Aggarwal et al., «GEO: Generative Engine Optimization», KDD 2024
MethodeWirkung auf die Sichtbarkeit
Zitate aus relevanten Quellen einfügenstark positiv
Statistiken und Zahlen ergänzenstark positiv
Quellen angebenstark positiv
Flüssiger, verständlicher Textpositiv
Keyword-Stuffingnegativ

Insgesamt steigerten die besten Methoden die Sichtbarkeit um bis zu 40 Prozent. Besonders interessant für KMU: Seiten, die in der klassischen Suche weiter hinten lagen, profitierten deutlich stärker als Seiten auf Platz 1.

GEO und SEO im Vergleich

SEOGEO
ZielGute Platzierung in den SuchergebnissenNennung und Verlinkung in KI-Antworten
ErgebnisKlick auf Ihre WebsiteErwähnung, Empfehlung oder Quellenlink
Wichtige SignaleRelevanz, Technik, LinksKlare Antworten, Fakten, Quellen, Vertrauen
GrundlageIndexierung durch SuchmaschinenIndexierung und gute SEO als Voraussetzung

In der Praxis greifen beide ineinander. Eine Website, die technisch sauber ist, Kundenfragen klar beantwortet und überall dieselben Firmenangaben zeigt, profitiert bei Google und bei KI-Assistenten.

Acht Massnahmen für mehr Sichtbarkeit in KI-Antworten

  1. Antwort zuerst: Beantworten Sie die Kernfrage einer Seite gleich zu Beginn in zwei bis drei Sätzen.
  2. Fakten mit Quellen: Nennen Sie Zahlen, Preise, Fristen und Studien mit Quelle. Unbelegte Behauptungen werden selten zitiert.
  3. Häufige Fragen beantworten: FAQ-Bereiche mit kurzen, präzisen Antworten lassen sich leicht übernehmen.
  4. Klares Unternehmensprofil: Wer Sie sind, was Sie anbieten, wo Sie arbeiten und was es kostet, an einer zentralen Stelle.
  5. Einheitliche Firmenangaben: Name, Adresse, Telefon und Leistungen identisch auf Website, Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen.
  6. Strukturierte Daten: Schema.org für Organisation, Leistungen, Standort und FAQ, passend zum sichtbaren Text.
  7. Vertrauen aufbauen: echte Bewertungen, Erwähnungen in Branchenportalen und Fachartikeln.
  8. Technik freigeben: schnelle Seiten, Inhalte als Text statt in Bildern, Crawler wie OAI-SearchBot und PerplexityBot nicht sperren.

Was Sie sich sparen können

Rund um GEO kursieren viele Empfehlungen. Zwei davon sind nach heutigem Stand nicht nötig:

  • Spezielle KI-Dateien: Google schreibt, dass für AI Overviews und AI Mode keine neuen maschinenlesbaren Dateien oder KI-Textdateien nötig sind. Für die vorgeschlagene Datei llms.txt hat keiner der grossen Anbieter bestätigt, dass er sie nutzt.
  • Spezielles Schema-Markup für KI: Laut Google gibt es kein besonderes Schema.org-Markup für KI-Funktionen. Wichtig ist, dass die strukturierten Daten zum sichtbaren Inhalt passen.

Wie Sie GEO messen

  • Selbst testen: Stellen Sie ChatGPT, Perplexity und Google regelmässig die Fragen Ihrer Kundschaft und notieren Sie, ob und wie Sie genannt werden.
  • Search Console: Klicks aus AI Overviews und AI Mode erscheinen laut Google im Leistungsbericht unter dem Suchtyp «Web».
  • Google Analytics: Besuche von chatgpt.com oder perplexity.ai erscheinen als Verweisquellen.
  • Anfragen: Fragen Sie neue Kundschaft, wie sie auf Sie aufmerksam wurde.

Beispiel: Vorher und nachher

Wie ein zitierfähiger Text aussieht, zeigt ein Beispiel für eine Malerfirma:

Fiktives Beispiel zur Veranschaulichung
Text
Vorher«Wir sind Ihr kompetenter Partner für alle Malerarbeiten und bieten erstklassige Qualität zu fairen Preisen.»
Nachher«Die Malerei Muster AG streicht Wohnungen, Treppenhäuser und Fassaden im Kanton Thurgau. Eine 3,5-Zimmer-Wohnung dauert meist zwei bis drei Arbeitstage. Nach einer kostenlosen Besichtigung erhalten Sie eine Offerte zum Festpreis.»

Der zweite Text nennt Leistung, Region, Dauer und Ablauf. Daraus kann ein KI-Assistent eine konkrete Frage beantworten, aus dem ersten nicht. Dieselbe Logik gilt für Leistungsseiten, FAQ und Ihr Google-Unternehmensprofil.

GEO für lokale KMU

Viele Fragen an KI-Assistenten sind lokal, etwa «Welche Treuhand in Frauenfeld betreut KMU?». Für lokale Betriebe sind deshalb diese Punkte besonders wichtig:

  • Nennen Sie auf den passenden Seiten die Orte und Regionen, in denen Sie arbeiten.
  • Pflegen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil vollständig und aktuell.
  • Halten Sie Ihre Angaben in Verzeichnissen wie local.ch und search.ch identisch mit der Website.
  • Bitten Sie um Bewertungen, die konkrete Leistungen beschreiben.

GEO-Checkliste für Ihre Website

  • Beantwortet jede wichtige Seite ihre Kernfrage in den ersten Sätzen?
  • Stehen Preise, Abläufe und Fristen konkret auf der Website?
  • Sind Zahlen und Aussagen mit Quellen belegt?
  • Gibt es eine FAQ mit kurzen, klaren Antworten?
  • Sind Name, Adresse und Telefon überall identisch?
  • Passen die strukturierten Daten zum sichtbaren Text?
  • Dürfen Googlebot, OAI-SearchBot und PerplexityBot die Website lesen?
  • Haben Sie geprüft, was ChatGPT und Perplexity heute über Sie sagen?

Fazit

GEO ist keine Zauberformel, sondern die konsequente Weiterentwicklung guter Suchmaschinenoptimierung. Wer Fragen klar beantwortet, Fakten belegt, überall dieselben Angaben zeigt und Vertrauen aufbaut, wird von Google und von KI-Assistenten eher genannt. Gerade für KMU ist das eine Chance, denn die Studie zeigt: Auch Websites, die nicht auf Platz 1 stehen, können in KI-Antworten deutlich sichtbarer werden.

Quellen

  1. Aggarwal et al.: GEO – Generative Engine Optimization (arXiv)
  2. OpenAI: Scaling AI for everyone
  3. Google: Sundar Pichai an der I/O 2026
  4. Google: Alphabet-Quartalszahlen Q2 2026
  5. Google Search Central: AI features and your website
  6. Google Search Central: Google-Crawler
  7. OpenAI: Crawler und Bots
  8. Perplexity: Crawler
  9. Pew Research: Klicks bei KI-Zusammenfassungen (2025)
  10. Handelsverband.swiss: KMU Digital Pulse 2026
Leotrim Sallahaj

Über den Autor: Leotrim Sallahaj

Leotrim Sallahaj, B.Sc., ist Inhaber von LEOSA. Seit 2019 gestaltet und entwickelt er Websites und Onlineshops und kümmert sich um SEO, GEO und Online-Marketing für KMU, von Konstanz aus, direkt an der Grenze zu Kreuzlingen. Mehr über LEOSA

FAQ

Häufige Fragen.

Kurze Antworten zum Thema. Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beraten Sie gerne persönlich.

Was bedeutet GEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint sind Massnahmen, damit ein Unternehmen in Antworten von KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews genannt und verlinkt wird.

Ist GEO dasselbe wie SEO?

Nein, aber die beiden hängen eng zusammen. SEO zielt auf gute Platzierungen in den Suchergebnissen, GEO auf Nennungen in KI-Antworten. Gute SEO ist die Grundlage für GEO.

Brauche ich eine llms.txt-Datei?

Nach heutigem Stand nein. Google schreibt, dass keine speziellen KI-Dateien nötig sind, und keiner der grossen KI-Anbieter hat bestätigt, llms.txt zu nutzen.

Soll ich KI-Crawler in der robots.txt sperren?

Wenn Sie in KI-Antworten erscheinen möchten, sollten Sie OAI-SearchBot und PerplexityBot nicht sperren. Den Trainings-Crawler GPTBot können Sie separat sperren, ohne die Sichtbarkeit in der ChatGPT-Suche zu verlieren.

Wie schnell wirkt GEO?

Erste Verbesserungen sind oft nach einigen Wochen sichtbar, sobald Inhalte neu erfasst wurden. Vertrauen durch Bewertungen und Erwähnungen baut sich über Monate auf.

Was kostet GEO bei LEOSA?

Eine GEO-Grundlage ist im Website-Paket Business enthalten. Laufende Betreuung für SEO und GEO gibt es ab CHF 490 pro Monat.

Kostenloses Erstgespräch

Fragen zu Ihrem Projekt?

Beschreiben Sie Ihr Vorhaben in wenigen Sätzen. Wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung und einer transparenten Offerte in CHF.

  • Ehrliche Einschätzung zu Ihrem Vorhaben
  • Transparente Offerte in CHF
  • Webdesign, SEO und Marketing aus einer Hand
Leotrim SallahajIhr Ansprechpartner
Standort
Konstanz, an der Grenze zu Kreuzlingen